Wichtige Neuerungen bezüglich der Wettkampfregeln!

Wichtige Neuerungen bezüglich der Wettkampfregeln!

Seit Mitte Januar gibt es wieder Änderungen in der Wettkampfordnung. Mit dem Ziel den Judo-Wettkampfsport attraktiver zu machen, hat die IJF (International Judo Federation) für eine Probephase (Januar 2017 bis WM 2017 in Budapest) einige Anpassungen vorgenommen, die im Folgenden vorgestellt werden sollen. Die Regeländerungen sollen dann bis zu den Olympischen Spielen in Tokyo gelten.

  1. Kampfzeit:
    Die effektive Kampfzeit für die Altersklasse Männer und Frauen wurde auf 4 Minuten reduziert.
  2. Wertungen:
    Es gibt nur noch Ippon und Waza-Ari.
    Es werden alle Wurftechniken mit Waza-Ari bewertet, die in der Vergangenheit mit Waza-Ari oder Yuko bewertet wurden.
    Zwei Waza-Ari ergeben jetzt auch keinen Ippon mehr.
  3. Haltegriffzeiten:
    10 bis 19 Sekunden: Waza-Ari
    20 Sekunden: Ippon
  4. Kampfbewertung:
    In der regulären Kampfzeit kann ein Kampf nur noch durch technische Wertungen (Ippon oder Waza-Ari) gewonnen werden. Strafen entscheiden den Kampf nicht (Ausnahme: direktes oder zusammengesetztes Hansoku-Make).
  5. Golden Score:
    Wenn beide Sportler/innen keine oder gleichviele technische Wertungen am Ende der Kampfzeit haben, wird im Modus Golden Score weitergekämpft, unabhängig von den Strafen. Alle Wertungen und Strafen bis dahin verbleiben auf der Punktetafel. Jede technische Wertung führt zum Ende des Kampfes. Wenn ein/e Sportler/in eine Strafe bekommt, verliert er/sie den Kampf erst, wenn er/sie dadurch mehr Strafen hat als der/die Gegner/in.
  6. Strafen:
    Die Anzahl der möglichen Strafen (Shido) wurde von vier auf drei reduziert. Das dritte Shido bedeutet Hansoku-Make. Alle Aktionen,  die  die  Art  und  Weise  des  Greifens  betreffen  (z.B.  Pistolengriff,  Taschengriff,  einseitiger Griff), werden nicht mehr bestraft.
    Der  Griffkampf (Kumi-Kata)  wird  nicht  mehr  bestraft,  solange  der  Judoka  Angriffe  Negative Verhaltensweisen (nicht auf einen Angriff hinarbeiten, defensive Haltungen) werden mit Shido bestraft. Die Zeit zwischen dem Griffkampf und Angriffshandlungen wird auf 45 Sekunden ausgedehnt (Inaktivität). Angriffe unterhalb des Gürtels werden beim ersten Mal mit Shido, beim zweiten Mal mit Hansoku-Make bestraft.
  7. Sicherheit:
    Wenn Uke die Landung auf dem Rücken zu vermeiden versucht durch eine Bewegung, die gefährlich für Kopf, Nacken oder Wirbelsäule ist, ist er mit Hansoku-Make zu bestrafen. Der Kämpfer verliert den Kampf, darf aber den Wettkampf ggfs. fortsetzten. Die Landung  auf  beiden  Ellenbogen  ist  zu bewerten;  die  Landung  auf  einem  Ellenbogen  ist  nicht  zu bewerten.
    Anti-Judo wird sofort bestraft als eine Handlung gegen den Geist des Judo.
  8. Würfe und Kontertechniken:
    Bei Angriffs- und  Kontertechniken  wird  der  erste  Kämpfer,  der  mit  dem  eigenen  Körper  auftrifft,  als Verlierer angesehen. Wenn eine Wertung möglich ist, wird diese erteilt.
    Wenn beide Kämpfer zusammen landen, wird keine Wertung gegeben.
    Wenn  eine  Kontertechnik  von  einem  Kämpfer  nach  der  Landung  ausgeführt  wird,  wird  diese  nicht bewertet.
    Jede Aktion nach der Landung wird als Ne-Waza-Aktion betrachtet.
  9. Judogi:
    Für eine größere Effektivität und für einen besseren Griff ist es notwendig, dass die Jacke vom Gürtel fest zusammen gehalten   Um  dies  zu stärken, müssen  die  Kämpfer  ihren  Judogi auf  Anordnung  des Kampfrichters schnell zwischen Matte und Ha-Jime ordnen.

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